Rhythmus Basics




Rhythmische Grundlagen & Grundbegriffe


Grundschlag oder beat (engl.)

Der Grundschlag oder beat ist ein elementarerer Bestandteil von Musikstücken. Er ist vergleichbar mit dem Puls beim Menschen. Der Grundschlag ist die rhythmische Basis, nach der wir unser Spiel ausrichten. Er wird weder schneller noch langsamer, sobald er einmal festgelegt worden ist. Um ein Gefühl für das Tempo eines Stückes zu bekommen, werden Grundschläge, je nach Taktart mindestens einmal vorgezählt. In einer Band übernimmt das meistens der Schlagzeuger. Um wirklich ein Verständnis für Rhythmik und Rhythmus aufbauen zu können, ist das Fühlen und Mitzählen des Grundschlags des jeweiligen Musikstückes unumgänglich. Alles, was Du im rhythmischen Bereich lernst, baut auf dem Grundschlag auf.



Tempo

Das Tempo eines Songs wird in „Schlägen pro Minute“ (engl.: beats per minute oder bpm.) gemessen. Dies ist vergleichbar mit einem Tachometer eines Autos. Dieser zeigt Dir an, wie viel Kilometer Du pro Stunde fährst. Unsere Maßeinheit „bpm.“ sagt Dir, wie viele Schläge dein Musikstück innerhalb einer Minute hat. Je höher die Anzahl der Schläge innerhalb einer Minute ist, desto höher ist das Tempo des Songs, den Du gerade spielst.

Da Grundschläge eine unveränderliche Größe innerhalb eines Stückes darstellen, wird das Tempo natürlich für jedes Musikstück gesondert festgelegt und im Idealfall dann auch während des musikalischen Vortrags beibehalten. Eine Rockballade könnte zum Beispiel ein Tempo von 64 bpm. Haben, während ein schnelles Swing Stück vielleicht ein Tempo von 180 bpm. haben kann.


Takt/Taktart

Der Takt ist eine musikalische Unterteilung eines Musikstückes, welche uns das Lesen und Spielen von Musik erleichtern soll. Um dies zu erreichen, ist die Kenntnis der unterschiedlichen Taktarten von wichtiger Bedeutung.

In der Musik gibt es verschiedene Taktarten, von denen Du mit Sicherheit schon einmal etwas gehört hast (4/4 oder 3/4 Takt). Diese Taktarten stehen immer zu Beginn des jeweiligen Stückes und werden in Form von Brüchen aufgeschrieben.

Die untere der beiden Zahlen nennt dir immer den Grundschlag beim Zählen,während die obere Zahl dir angibt, wie viele dieser Grundschläge in einem Takt sind. Die häufigste Basis für den Grundschlag stellt die Viertelnote dar. Das ist die Note mit dem schwarzen ausgefüllten Notenkopf und dem Hals.

In einen Viervierteltakt, der uns Europäern übrigens am geläufigsten ist, passen also vier dieser Viertelnoten. Diese sind dann automatisch die Basis beim Mitzählen der Takte. Einen Viervierteltakt zählt man also gleichmäßig 1 2 3 4.

Natürlich gibt es auch noch andere Taktarten und nicht immer ist es gezwungenermaßen die Viertelnote, die gleichbedeutend mit dem Grundschlag ist. So gibt es neben dem 4/4 und 3/4 Takt auch noch, den in der Popmusik sehr beliebten 6/8 Takt.

Bei dieser Taktart ist nicht mehr die Viertel-, sondern die Achtelnote der Grundschlag. So gibt es beispielsweise auch einen 12/8 Takt (häufig im „Slow Blues“) oder im Jazzrock und Fusion 3/8, 7/8 oder 9/8 Takte. Diese Taktarten klingen für westeuropäische Ohren sehr ungewöhnlich und sind daher auch eher in avantgardistischer Nischenmusik zu finden, zum Beispiel: Fusion, Jazzrock, Progressive Rock.



Time/Timing

Diese Begriffe sind etwas schwieriger zu erklären, da Sie häufig sehr von subjektiven Empfindungen und den eigenen musikalischen Fähigkeiten abhängen. Generell kann man aber sagen, dass ein Musiker der „Time“ oder ein gutes „Timing“ hat, auch eher die Gabe besitzt zu „grooven“ und somit den Mitmusikern ein gutes Gefühl zu geben. Ein Musiker mit Time kann einen sehr genauen und exakten Bezug zu dem jeweiligen Grundschlag des Stückes herstellen. Er fühlt und „trifft“ den Grundschlag sehr genau und entwickelt daher eine hohe rhythmische Präzision und wirkt in seinem Spiel sehr sicher.

Wenn jemand Time besitz, besitzt er die Gabe genau zu wissen, welches Tempo das Stück hat und wie er den Raum auf und auch zwischen den einzelnen Grundschlägen musikalisch sinnvoll mit Leben füllen kann. Er kennt den Platz, der ihm von dem jeweiligen Takt zur Verfügung gestellt wird genau und weiß den Takt sicher zu füllen. Die Gabe „Time“ zu haben oder „Time“ zu entwickeln kann man üben.



Rhythmus

Der Rhythmus ist ein musikalisch sinnvolles „Bedienen“ des Grundschlags und der jeweiligen Taktart. Der Rhythmus beschäftigt sich mit der Frage, wie und was auf die einzelnen Grundschläge eines Taktes gespielt wird. Hierbei kommen die verschiedenen Notenwerte zum Einsatz. Die unterschiedlichen Notenwerte bestimmen genau, wie lange eine Note zu klingen hat und wann die nächste Note erklingen soll oder aber, ob Pausen auf die einzelnen Grundschläge oder einen bestimmten Bereich des Taktes gesetzt werden.

Es gibt beispielsweise Notenwerte, die exakt einen, zwei, drei oder auch vier Schläge lang klingen können, es gibt aber auch Notenwerte, die kleiner als ein Grundschlag sind und diesen unterteilen. Die Kombination unterschiedlicher Notenwerte in einer musikalisch sinnvollen Art und Weise ergibt dann einen Rhythmus.

Beim Rhythmus sind allerdings nicht nur die Stellen innerhalb des Taktes von Bedeutung, an den ein Ton erklingen soll, sondern auch die, wo eine Pause gesetzt wird, also nicht gespielt werden soll. Pausen sind für einen Rhythmus genau so wichtig, wie die Stellen, an denen ein Ton erklingen soll. Die Schläge innerhalb eines Taktes sind dabei unsere Maßeinheit.

Wenn also nach der Länge eines Tons gefragt wird, muss diese Frage immer damit beantwortet werden, wie viel Schläge die jeweilige Note klingt. Auf der nächsten Seite lernst Du die unterschiedlichen Notenwerte und ihre jeweilige Länge kennen.



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Was findest Du auf den DVD`s zu diesem Thema...


Was es mit "Rhythmik" und "Rhythmus" auf sich hat, versteht man am besten durch gleichzeitiges Sehen und Hören.

Daher ist der Abschnitt mit sehr ausführlichen Erklärungen und zahlreichen animierten Grafiken versehen. Sowohl Takte und Taktarten, Notenwerte, Pausen und deren Schriftbild (wichtig, um Tabulaturen zu lesen!) als auch viele musikalische Beispiele zur Rhythmus-Verdeutlichung, findest du in diesem Abschnitt der DVD.


Wie unterschiedliche Musikstile durch einfache Rhythmuswechsel gespielt werden können, zeigt Thomas hier in eindrucksvollen und anschaulichen Beispielen, während er die angewandten Techniken ausführlich erklärt.

Du erfährst, wie du mit einfachen Betonungen im Rhythmus, Würze in dein Spiel bringst, wie du Akkordfolgen durch das "Zerlegen" der Akkorde in Einzeltöne sehr stimmungsvoll ausgestalten kannst, wie du mit dem "Galloping Horse Rhythmus" in Kombination mit einem Wechselbassanschlag mitreißende Countrygrooves erzeugst und durch "Dead-Notes" der unverwechselbare Reggae-Sound zustande kommt.


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